Freitag, 14. November 2008

Falsche Sicherheit

Auf dem Weg zum Büro wurde mir heute Morgen meine externe Festplatte gestohlen. Wenn ich nicht selber mit dem Auto fahre, nehme ich normalerweise ein Motorradtaxi. Da ich heute jedoch eine Reisetasche bei mir hatte (weil ich mit meinen 3 Kollegen übers Wochenende nach Ghana fahren muss) nahm ich ein “normales” Taxi. Als ich einstieg waren schon drei Männer auf der Rückbank und einer neben dem Fahrer. Ich zögerte ein wenig, zwängte mich dann doch neben den Beifahrer, während ich meine Tasche nach hinten reichte. Auf einmal wollte der Mann in der Mitte aus dem Fenster spucken, und so drehte ich meinen Kopf zur Seite (um die Ladung nicht abzukriegen). In dem Moment muss einer der Typen auf den billigen Plätzen meine Tasche geöffnet und meine Festplatte, mit allen unsern Fotos und einigen kritischen Daten, raus genommen haben. Gott sei dank, das war nicht der einzige Backup.

Es hätte noch viel schlimmer kommen können. In der Reisetasche waren außerdem mein Computer, meine Kreditkarten und meine Sonntagshose. Also, Glück im Umglück? Oder war es doch Bewahrung? Aber warum ist dann überhaupt etwas verloren gegangen? Vielleicht um mich vor größerem Schaden zu bewahren? Denn genau den Abend zuvor sprachen meine Kollege und ich noch davon, wie wenig Kriminalität es in Togo gibt, und wie sicher wir uns hier fühlen. Ist das eine falsche Sicherheit?

"Die Liebe glaubt alles." So schrieb es Paulus an die Korinther. Bedeutet das blauäugig zu sein? Mit Sicherheit nicht! Aber ohne Vertrauen kann niemand leben. Man kann nicht jeden Menschen verdächtigen und doch kann immer mal etwas passieren. Es bleibt dabei, wahre Sicherheit ist nicht die Abwesenheit von Gefahr sondern die Nähe zu Jesus.

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